Über mich

Lust auf Theater?
Auf diese Frage bekomme ich meistens die Antwort „Ich habe zu Hause genug Theater“. Aber genau für dieses alltägliche, langweilige „Theater zu Hause“ bietet  ein Theaterbesuch die Lösung: Die vorübergehende Flucht in eine andere Welt. Anders als vor dem Fernseher oder im Kino ist man im Theater Teil dieser anderen Welt, man sitzt fast mitten im Geschehen. Gerade in einem kleinen Theater sind Bühne und Schauspieler zum Greifen nahe.
Mein Name ist Hinrich Heselmeyer und ich schreibe Theaterstücke. Zum Schreiben bin ich zufällig gekommen. Ich war 2010 in Rhauderfehn an der Organisation des historischen Freilichttheaters „Fehnleuchten“ beteiligt. Im Stück geht es um die Gründung der Rhauder Fehne im 18. Jahrhundert. Da der Autor nicht mehr zur Verfügung stand und ich mich bereits mit der Fehngeschichte beschäftigt hatte, ließ ich mich überreden eine Fortsetzung des Stückes zu schreiben. Es wurde 2013 mit ebenso großem Erfolg zehn Mal vor insgesamt 3.500 Zuschauern aufgeführt. Die Lust auf Theater war geweckt und ich begann weitere Stücke zu schreiben.
Meine Stücke entführen den Zuschauer in eine scheinbar vertraute Welt, in der aber oft Unerklärliches geschieht. Erst im Laufe des Stückes offenbart sich die grundlegende Problematik. Die Auflösung erfolgt am Ende oft auf unerwartete Weise. Gerne lasse ich das Ende offen um dem Zuschauer Raum für Gedankenspiele zu geben.
Regie und Schauspieler können den Sinn schwieriger Szene während der Proben ausgiebig diskutieren. Der Zuschauer hat aber nur einen Moment um eine Szene zu verstehen. Ich schreibe die zu sprechenden Text so wie Menschen sie tatsächlich sprechen, Diskussionen so wie Menschen tatsächlich diskutieren würden. Meine Stücke sollen den Zuschauer unterhalten, aber nicht überfordern. Die Bedeutung einer Handlung wird dagegen oft erst später klar. So soll eine Spannung langsam aufgebaut werden und lange erhalten bleiben, wobei sich zwischendurch immer neue Situationen ergeben. Ich hoffe mit meinen Stücken Menschen vom Fernseher weg in das Theater zu locken.
Ich lasse der Regie ausdrücklich die Freiheit der Interpretation solange der Sinne erhalten bleibt. Oft zeigt sich erst auf der Bühne wie eine Szene am besten dargestellt wird. Textanpassungen sind in beschränktem Maße zulässig, wenn sie der Verständlichkeit dienen.